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Das iPhänomen

Nur noch wenige haben keines und diese kann man täglich an einer Hand abzählen. Sie sitzen in der Lobby, auf der Terrasse, im Garten, auf dem Klo und sogar im Pool. Die Rede ist von Smartphonebenutzern. Für jede Situation ein App, für jedes bißchen ein Fingertipp und für das Leben gute Ratschläge. Informationen die man nicht braucht, ohne die man mindestens genauso gut gelebt hätte, immer greifbar, immer präsent.

Brauchen wir das alles? Erleichtert es uns wirklich das Leben oder bringt es nicht einfach nur neue Probleme mit sich, hinter denen die alten verschwinden? Hand auf’s Herz: Spart man denn wirklich Zeit oder ist es vielleicht auch ein Mittel der Grauen Herren noch einfacher ihr Vermögen auf dem grauen Konto der Zeitsparkasse weiter anzufüttern, quasi eine Zeithinterziehung?

Die Mail vom Chef mit neuen Aufträgen und noch knapperen Deadlines, der Stress zuhause weil im iCal wieder mal ein Termin nicht eingebucht war und Überstunden der Familie im Passiva im Soll gebucht werden. Dabei hat man doch ein smartes Handy.

Schade, dass noch niemand darauf gekommen ist eine App für zuhause liegen gelassene Ladegeräte zu entwickeln. Durchschnittlich alle zweiten Tag erscheint ein weiterer Gast an der Rezeption und erkundigt sich nach einem Ladegerät für SEIN SMARTPHONE. Jetzt haben wir Ladegeräte für alle gängigen iTelefone und machen noch mehr Gäste glücklich.

Wir haben sozusagen den iService und das ganz ohne App!

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Versteh’ mich nicht falsch, aber …

… wenn es so einfach wäre. Gäbe es eine Brille für Männer, damit sie lesen könnten, was Frauen sinngemäß zwischen ihre Worte packen, so wäre sie das erste “Ohrenfahrrad”. Im Gegensatz zum logisch-mathematisch-chronologischen Aufbau verschachteln sich ungesagte Informationen in einem Wulst von aneinandergereihten Wörtern, deren eigentlicher Sinn im Kontext in keinster Weise dem entspricht was seitens des Senders (nach Friedrich Schulz von Thun) beabsichtigt wurde zu sagen. Kurz: Zuviel der falschen Worte.

Ebenso nett und der selben Logik nicht ganz unbekannt folgende Aussage einer Kollegin: “Gestern war ich in Meran. Ein Schuhgeschäft am anderen, sag’ ich Dir. Aber glaubst Du ich hätte was gefunden?”
Was kam hier beim normal logisch hörenden Mensch an? Richtig: Meran hat viele Schuhgeschäfte, aber offensichtlich ohne Ware!

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