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Nach dem Studium – Mit der Türe ins Feld!

“… und ich hätte da noch eine Kandidatin, die eben erst ihr Studium an der BA beendet hat. Sie möchte als Assistentin der Geschäftsleitung tätig sein!” klingt es in mein Ohr. Doch im nächsten Moment stelle ich mir die Frage: ‘würde ich sie einstellen? – Vielleicht ja, vielleicht nein!’

Ein Studium an der Dualen Hochschule oder auch Berufsakademie dauert 3 Jahre. Genauso lange wie ein Lehrling bräuchte um seine Lehre zum Hotelfachmann zu absolvieren. Vermittelt werden dem Abiturienten, denn das sind sie alle, im Studium und dessen praktischen Teil im Betrieb Wissen und Kenntnisse des Hotelfachmanns und zusätzlich betriebswirtschaftliches Know How. Der vorhergehenden Bildung entsprechen werden also Inhalte vermittelt, die über den normalen Stoff des Hotelfachmanns hinausgehen.

Die Vorzeige-Kariereleiter eines Hotelfachmanns zeichnet im folgenden dann Stationen aus, wie: Ausbildung, Erste Erfahrungen, Auslandsaufenthalt, Noch mehr Erfahrungen in Assistentenstellen, evtl. Betriebswirt-Studium, Assistent der Geschäftleitung, stellvertr. Direktion und irgendwann vielleicht Hoteldirektor oder ähnliche Abwandlungen dieses Werdegangs. Blickt man auf diese Auflistung und rechnet die Jahre zusammen in denen ein normal gelernter Hotelfachmann sein Ziel erreicht, und hält man sich die Idee vor Augen, dass jemand durch ein Studium 2/3 der Zeit abkürzen könnte, so fühlt sich ein “normal gelernter” Hotelfachmann um seine Lebenszeit erst dann betrogen, wenn an seiner Statt ein frisch gebackener BA-Absolvent die Stelle erhält.

Ohne Zweifel ist die Ausbildung an der Dualen Hochschule eine besonders qualifizierte Vorbereitung auf das Berufsleben. Jedoch fehlt es dem Absolventen wie auch dem Hotelfach-Gesellen an Erfahrung und Know-How. Grundsätzlich empfehle ich beiden durch Auslandsaufenthalte und die Arbeit in verschiedenen Häusern den Wissensstand in und um den Beruf weiter auszubauen. Durch kleine Schritte erlangt man fundierte Kenntnisse über das gesteckte Ziel. Backgroundinformationen sichern dadurch stets das Wissen über und um die Arbeit aller anderen Abteilungen ab.

Steigt man jedoch aber nach der Ausbildung gleich “ganz oben” ein, tut man sich in Vielem schwerer. Zunächst ist dort die Akzeptanz der Kollegen und untergeordneten Mitarbeiter gegenüber einem unerfahrenen Neuling oft nicht sehr groß. Das lückenhafte Erfahrungs-Gebäude bietet kaum Absicherung und die eigene Kompetenz verschwindet ganz schnell hinter den Unkompetenzen. Letztenendes wirkt sich das auf die Arbeitsleistung und im Anschluss auch auf das Leistungszeugnis aus. Schade, denn der junge Mensch wäre im nächsten Betrieb vielleicht besser aufgehoben.

Der Erfolg der einzelnen Schritte hängt ab von deren Anzahl, Tiefe und ihrer Weite!

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Wieviel Standard ist der Kunde wert?

Neulich an der SB-Tankstelle eines Großhändlers: Ich fahre vor, steige aus dem Fahrzeug aus, führe eine meiner EC-Karten in den Automaten ein und tanke für 5 Euro und 1 Cent – ich wollte mit einem vollen Tank los fahren. Eine Woche später wundere ich mich, dass die Buchung auf meinem Girokonto noch nicht erfolgte und schaue auf den anderen Konten nach. Und siehe da: Mangels Deckung ist der Betrag von 5,01 Euro ab- und wieder zurückgebucht worden. Schnell war für genügend Liquidität gesorgt und 24 Stunden später erschien eine erneute Abbuchung von 8,01 Euro mit dem Hinweis im Lastschrifttext: “Bei Nichteinlösung polizeiliche Anzeige!” und verständlicherweise “3 Euro Gebühr”. Nun gelang es mir erneut mit dieser Karte Tanken zu wollen und welches Erstaunen ließ die öffnende Drehbewegung des Tankdeckels plötzlich in die andere Richtung drehen: die Karte war gesperrt worden!

Standards erleichtern uns das Leben ungemein. Sie sichern gleichbleibende Qualität, kurze Einarbeitungsphasen und schreiben für jede Situation einen genauen Ablaufprozess vor, der von allen mit ruhigem Gewissen gemäß der Firmenphilosophie befolgt werden kann. So wägt sich auch der Kunde in der Gewissheit, auch beim nächsten Mal die selbe Bestellung, in der gewohnten Art und Weise geliefert zu bekommen. Ein Erfolgskonzept, verfolgt man die Geschichte der Firma McDonalds etwas genauer. Hier weiß man schon von vornherein was man bekommt und wie es schmecken wird. Eine Sicherheit, die Letztenendes dazu führt, dass zum Beispiel genervte Autofahrer gerne einen Umweg in Kauf nehmen um “noch schnell” etwas in sich hinein zu stopfen, anstatt auf ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten. Oder glauben Sie, das Bio-Restaurant hätte mehr Chancen, wenn Sie auf dem Weg zu McDonalds 4km vorher daran vorbei fahren?

Standards können uns aber auch das Leben schwer machen. Dann wenn sie nämlich nicht angepasst und für mindestens eine Seite nicht logisch oder einleuchtend ist. Best-Practise-Beispiele bietet die Deutsche Bürokratie genug und davon kann ein jeder von uns mit Sicherheit schon ein Lied singen. Anhand des vorher genannten Beispiels ist ein Standard nicht von vornherein sichtbar, aufgrund der abzubuchenden Summe lässt sich ein solcher allerdings mit hoher Treffergenauigkeit vermuten. Ob diese Firma durch diesen “engen” Standard (er lässt für die ausführende Person keinerlei Spielraum zu) zum gewünschten Ziel kommt ist fraglich. So stellt die Summe von 8,01 Euro für ein Unternehmen dieser Größe eigentlich keinen wirtschaftlichen Schaden dar, zumal der Betrag bezahlt wurde. Nun kann der Kunde nicht mehr dort tanken und lässt sein Geld in Zukunft woanders. Die betriebswirtschaftliche Sinn müsste hier dem Standard die Stirn bieten und intervenieren noch bevor es wegen eigentlichen 5,01 Euro zur Sperrung der Karte kommt.

Aber nicht nur die Karte sperrt das Konsumverhalten des Kunden. Die wortlose und karge Abweisung bilden eine psychologische Barriere. So erstaunt wie der Kunde zunächst ist, so verärgert wird er im nächsten Moment den Ort des Geschehens verlassen und ihn für immer meiden. Noch schlimmer: er erzählt es weiter – und das nicht nur ein Mal! In der heutigen Zeit, in der weltweit über 30 Mio. internetfähige Smartphones mehr oder weniger stark soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co. mit Statusmeldungen und Informationen füttern, kann dies durchaus geschäftsschädigend sein. Betrachten wir Internetportale wie HolidayCheck oder Qype, wird sehr schnell deutlich, dass die Mund-zu-Mund-Propaganda ganz neue Ausmaße erreicht.

Fazit: Es ist äußerst sinnvoll und ratsam Standards genau zu prüfen. Nicht nur auf ihre praktische Anwendung sondern auch auf ihre Logik und Wirtschaftlichkeit. Ein Standard verschafft nur dann Erfolg, wenn beide Seiten einer standardisierten Handlung einen Zugewinn (in welcher Art auch immer) verzeichnen.

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Pro7Prozent – Wohin mit dem Mehrerlös?

Ab dem 01. Januar 2010 gilt sie für Hotelübernachtungen – die 7%-Mehrwertsteuer. Allen Grund zur Diskussion bietet dieses Geschenk der Koalition. Da haben sich DeHoGa und Gastronomen wie Hotelliers dieses Landes für eine reduzierte Mehrwertsteuer eingesetzt und stark gemacht, haben gebeten, gebettelt und gekämpft. Und endlich ist sie da. Die erhoffte Erleichterung.

Wilde Spekulationen über Verwendung und Sinn laufen sich einen Rang ab. Da wird hinter vorgehaltener Hand spekuliert, dass die Branche ohnehin nicht das damit tut was ursprünglich beabsichtigt war. Oder aber auch, wie ungerecht doch die Politik sei und nun der Hotellerie diesen Superbonus genehmige. Während in der Gerüchteküche mit Salz und Pfeffer nicht gespart wird, schaft es die Politik wieder nicht das was sie tut nach Außen hin zu kommunizieren und überlässt es der begünstigten Branche selbst.

In der Wirtschaft herrscht zunehmend schlechte Stimmung, schließlich will ja jeder vom großen Kuchen ein Stück abbekommen. Und jene, welche immer noch nicht verstanden haben warum es auf Hotelübernachtungen eine reduzierte Mehrwertsteuer gibt schimpfen zwar grundlos aber lautstark. Laut einer Umfrage der Hotelkooperation AllgäuTopHotels verplanen 28% der befragten Hotels den Mehrerlös in Ersatzbeschaffung und Renovierung, 18 % hingegen wollen ihre technische Infrastruktur aufrüsten. Mit 35 % der befragten Hotels gab außerdem über ein Drittel an, die neue Gewinn-Marche in bauliche Maßnahmen zu investieren.

Außerdem ging aus der Umfrage hervor, dass Lohnerhöhungen oder gar eine größere Mitarbeiterzahl genausowenig in Betracht gezogen werden wie zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen für bestehende Mitarbeiter. Entsprechend dem wirtschaftlichen Denken und entgegen dem landläufig falschen Hoffnung denkt die Branche nicht einmal nennenswert über eine Preissenkung nach.

So zieht Dirk W. Schoppmann für die regionale Wirtschaft folgende wertvolle Quintessenz aus der Kurzumfrage:

“Der Großteil der Mehrerlöse soll vorzugsweise wieder dem lokal-regionalen Wirtschaftskreislauf zugeführt werden. Also kein Grund, für wen auch immer, neidisch auf unsere Branche zu blicken.”

lesen Sie auch Pro7Prozent – Volumen zur Investition | Verhandlungssache – Das zieht nicht!

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Informations-Boom – Forum vs. Blog

Gestern noch hat man sich von den Großeltern noch eine Brockhausreihe schenken lassen und einen Augenblick später wurde Wikipedia aus der Taufe geholt. Der Trend ist unumstritten: mit dem Fortschritt der Technik hat sich die Menschheit zur Informationsgesellschaft hinentwickelt. Dabei heißt es nicht, dass unbedingt viel gewußt werden muss. Es reicht vollkommen zu wissen wie und wie schnell man an die Informationen gelangt, die man zum Erfolg benötigt. Und dabei steht schon alles im Internet bevor es noch richtig realisiert ist.

In Sachen der Informationsbeschaffung ist ein zunehmender Trend zu beobachten – der Konsument kauft nicht mehr Blauäugig. Wo früher noch das gute Wort und die Empfehlung des Nachbars oder Freundes zum Kauf bewegte hilft heute die Community im Internet der Wirtschaft auf die Sprünge. Dabei ist das Verhaltensmuster in nahezu allen Fällen gleich: Zunächst informiert sich der Konsument über verschiedene Plattformen und Suchmaschinen über das Produkt der Begierde umanschließend zum günstigsten Preis das beste Produkt zu erwerben. Dabei spielt oft die Marke schon keine Rolle mehr. Vielmehr ist hier ausschlaggebend, welches Urteil andere Konsumenten zu diesem Produkt veröffentlichten (vgl. HolidayCheck, Amazon, u.v.m).

Nun geht man falsch in der Annahme, der Prozess wäre an dieser Stelle beendet. Die Interaktion des Konsumenten nimmt nun erst seinen Lauf. Zusätzliche Produktinformationen werden gesucht und abgerufen, den Hersteller auf seiner Internetpräsenz besucht und in Foren Auffälligkeiten des Produktes diskutiert. So finden sich zahlreiche und qualifizierte Ratschläger nicht mehr in Bedienungs- und Installationsanleitungen wieder sondern aktuell und mehrfach erprobt in verschiedenen Foren und Blogs. Doch wo ist nun der Unterschied?

Betrachtet man Blogs und Foren, so ist nicht nur die Infrastruktur der Autoren eine andere, auch Übersichtlichkeit und Informationsdichte unterscheiden sich im Detail. Während im Forum jeder versierte Community-Teilnehmer seinen Erfahrungsschatz preisgeben kann, besticht der Blog meist durch Professionalität und Spezialisierung.
Durch die oft noch jungen Forenschreiber (CommuniTeens) wird also eine hohe Bandbreite an Möglichkeiten und Erfahrungsberichte zu einem bestimmten Thema abgedeckt. Dabei leiden oft Sachlichkeit und Übersicht der Foren. Themen werden mehrmals aufgegriffen, Angaben sind nicht präzise und das Vertrauen in das zu erwartende Ergebnis ist vergleichbar mit einem Help-Yourself-Black-Jack. Dennoch, die Fülle an eventuell nicht benötigten Zusatzinformationen die ein Forum bietet ist unvergleichlich hoch.
Dagegen schreiben im Blog ausschließlich Autoren deren Wissen um die Sache um ein vielfaches Höher ist. So ist sicher, dass sich hinter erfolgreichen auch erfolgreiche Spezialisten tätig sind. Hier treten zu genau segmentierten Themengebieten die entsprechenden Expertenbeiträge auf, meist sogar mit Kommentarfunktion. Auch wenn ein Blog aufgrund seiner meist beschränkten Anzahl an Autoren in keinem Fall die Fülle an Informationen enthalten im Vergleich zum Forum, so ist ihm dennoch die Verhältnismäßig hohe Informationsdichte im Vergleich zu Gliederung und Übersichtlichkeit mit einem dicken Plus anzurechnen.

Im Übrigen: Webseiten werden heutzutage oft auf einem Blog-Prinzip aufgebaut um die sterilen und eingleisigen Seiten des Web 1.0 abzulösen. Solange Seiten leben und sich verändern, bleiben sie interessant.

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Pro7Prozent – Volumen zur Investition

Ab dem 01. Januar 2010 gilt sie für Hotelübernachtungen – die 7%-Mehrwertsteuer. Allen Grund zur Diskussion bietet dieses Geschenk der Koalition. Da haben sich DeHoGa und Gastronomen wie Hotelliers dieses Landes für eine reduzierte Mehrwertsteuer eingesetzt und stark gemacht, haben gebeten, gebettelt und gekämpft. Und endlich ist sie da. Die erhoffte Erleichterung. Doch ist sie nicht auch eine kleine Mogelpackung?

Schon wittern die Gäste fette Beute und verhandeln am Telefon mit Euro-Zeichen in den Augen als gäbe es kein Morgen mehr. Einem Basar gleich wird jedes Telefonat für routinierte Verkäufer zum Argumentationsschlachtfeld mit dem Kunden. Da wird sogar schon mit einem rückläufigen Buchungsverhalten gedroht um eine Umlage des Steuergeschenks zu erwirken. So verhandeln größere Firmen mit Business- und Tagungshotels über eine reduzierte Rate andernfalls würden Sie die Mitbewerber heimsuchen.

Diskussionen an Rezeptionen und CheckOut-Countern erfüllen das Land. Warum wird der Zimmerpreis nicht günstiger? Unverständnis seitens der Gäste und die Hoffnung zuletzt doch noch, durch einen argumentativ in die Enge getriebenen Rezeptionisten, die erhoften Rabatte und Nachlässe zu erhalten erhellen die verhandlungswütigen Gemüter der Abreisenden. Wie die schlacht am kalten Buffet präsentiert sich jeder Morgen auf’s neue und stellt Willen, Nerven und Preisdurchsetzungsvermögen am Tresen auf eine harte Probe. Gewinner bleibt der verhandlungsresistente und leistungsbewußte Mitarbeiter mit der mutigen und sicheren Antwort: “Wenn Sie den selben Service wie unsere anderen Gäste genießen möchten ist das unser Preis!”

Diejenigen, dennen die Umlage der Steuerersparnis nur fair und gerecht zugute käme, gehen in den meisten Fällen ebenfalls leer aus. Angestellte und Mitarbeiter der gastgewerblichen Dienstleistung arbeiten überdurchschnittlich viel und oft ohne zusätzliches Entgeld. So wünscht es sich ein Großteil der Fachkräfte mit neuen Tariflöhnen gesegnet zu werden um auch ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen. Durch vergleichsweise geringere Gehälter und die etwas gewöhnungsbedürftigen Arbeitszeiten erhält die Branche ohnehin nur noch wenig Zulauf an qualifiziertem Nachwuchs. So ist der Ausbildungsberuf der Hotel- oder Restaurantfachleute auf die letzten Ränge der Beliebtheitsskala gerutscht.

Völlig außer Acht und aufgrund mangelnder Kommunikation gegenüber der Bevölkerung bleiben die eigentlichen Gründe dieser Steuersenkung. Dabei hatten die Nachbarländer wie Schweiz, Österreich und Frankreich bislang durch eine günstigere Preisgestaltung – basierend auf einem nun ähnlich geringen Mehrwertsteuersatz – die Nase vorn. Im Wettbewerb benachteiligt versuchte sich die deutsche Branche dennoch durchzusetzen und blieb deshalb in Punkto Aktualität, Investition und Inovation auf der Strecke. Keine Möglichkeiten Geld dort locker zu machen wo die nachbarschaftliche Mitbewerberschaft konsequent investiert und Deutschland ganz easy den Rang abläuft.

Dabei wäre das wirtschaftliche Potenzial, ausgelöst durch die Wirtschaftsproblematik und Einstellungswandel, um ein vielfaches Höher. So meldet die Tourismusbranche nahezu einheitlich für den Sommer 2009, dass der Deutsche nicht mehr in die Ferne flieht. Vielmehr bleibt man im eigenen Land und erkundet die Heimat. So erlebten Bergregionen einen wahren Wander-Boom und die Ferienhotellerie erlebte einen ungeahnten Aufschwung. Um so mehr erhoft sich die Branche einen Aufschwung für 2010.

So wünscht man seitens der Beherbergungsbetriebe eine deutlichere Kommunikation der Politik und Medien. Befürchtet man doch auch, dass einem die Gäste eine weitere Zimmerpreiserhöhung anstelle einer Senkung übelnehmen und in der kommenden Saison womöglich ausbleiben.

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Social Media Marketing Coordinator – Ausbildung für die Zukunft

Aktuell stapeln sich die Diskussionen über Social Media auf sämtlichen Platformen. Am heftigsten wird wohl mit Sorge erwähnt, ob Twitter, Facebook & Co. nur als Hype gerade ihre Halbwertszeit erreicht haben oder schon die Zukunft darstellen.

Welche Plattform welchem Nutzen dient ist an dieser Stelle differenziert zu betrachten. So eignet sich Twitter zwar nicht ganz im exakten Sinn der Vernetzung und ist eher als News-Channel zu betrachten. Dahingegen ist Facebook und Xing für Networking schon von der Philosophie aus geeigneter. Der Grundgedanke beider Plattformen scheint auf den ersten Blick gleich, unterscheidet sich aber in einem einigen Details. Mehr Potenzial für Hotellerie und Gastronomie bietet allerdings eine Facebook-Fanseite. Diese kann mit einem Twitter-Account verknüpft werden und bietet somit eine umfangreiche Streuung der online gestellten Posts.

Wer dem Internet heute keine Bedeutung zuspricht hat die letzten Jahre geschlafen. Zu Zeiten des iPhomo-Sapiens geht holt sich der Konsument und zukünftige Gast seine Meinung im Internet ab. Schaue man sich dazu die Kommentare der verschiedenen Bewertungsportale an. Welche Buchung würden Sie eher tätigen? Bei einem Hotel ohne Bewertung oder bei einem Hotel mit einer schlechten und 10 guten Bewertungen?

Ganz nüchtern betrachtet und unter einem logischen Licht beleuchtet ist es eigentlich vollkommen egal ob Hype oder nicht – Google liest jeden Tweet und Feed auch noch nach vielen Jahren. Gerade jetzt ist die Zeit eine ganz besondere, explizit für Hotellerie und Gastronomie. Nie war es günstiger und einfacher mit besonders geringem Aufwand potenzielle Gäste zu erreichen und damit eine Kundenbindung der modernen Art zu generieren. Schlecht kann Social Media auf keinen Fall sein, schließlich ist es ein Produkt der früheren Zukunft und diese macht nur Schritte nach vorn.

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Nachwuchsprobleme bei einem der ältesten Gewerbe

Einige Jahre ist es nun schon her, da hat man selbst endlich den Gesellenbrief überreicht bekommen. Man freute sich, denn endlich war sie vorbei – die Knechtschaft. Gepeinigt vom Herrn und gedemütigt vom Lohn zog man endlich davon, das Herz am rechten Fleck tragend, hinaus in die Welt. Damals hat man noch was gelernt! Und wie sieht’s heute aus?

Als Prüfer stehen einem oft nicht nur die Nackenhaare zu Berge. Aber woher sollen sie es denn können? In einem Zeitalter, wo das Essen seinen Weg vom Labor durch die Friteuse über den Fastfood-Counter bis aufs Selbstbedienungstablett sucht und dann innert weniger Sekundenbruchteile einem Diät-Coke-trinkenden  Adipositaspatienten zum Opfer fällt. Man sehe sich nur an, mit was man früher und womit man heute arbeitet. Damals musste man das Huhn füttern, schlachten, rupfen, ausnehmen, marinieren und bei gelegentlichem übergießen eine Weile im Ofen backen lassen. Und wehe man hat es aus den Augen gelassen und es ward verkohlt. So wurde die Welt schwarz und der Lehrherr sah rot.
Dagegen heute: Man bringe einem Huhn bei zu fressen, den Kopf zu verlieren und von selbst ins Self-Cooking-Center von Rational zu hüpfen. Den Rest erledigt das Gerät von selbst. Schön kross, goldbraun gebraten, durch und durch gelungen und dann auch noch auf die Minute. Nein, keine Fiktion – die Wahrheit. Heute muss unser Auszubildender in den seltensten Fällen flambieren können. Ein Sandwich anrichten reicht vollkommen. Aber woher sollen sie es denn können?

Liegt es am Lehrherrn, liegt es am Lehrling? Und vor allem: warum bleiben so Wenige junge Menschen in der Gastronomie hängen? Angetrieben von der Arbeitslosigkeit und einem kugelschreiberschwingenden Betreuer der Agentur für Arbeit schafft es die ein oder andere Bewerbung auf den Hotelliers-Schreibtisch. Verliert der Neuling nicht schon während der Schnuppertage oder der Probezeit die Lust am Job, so hat er Durchhaltevermögen bewießen und darf sich fortan Auszubildender im Hotel- und Gaststättengewerbe schimpfen. Und in der Tat: Kellner muss man lernen!

Ernüchternd für die jungen Menschen die Tatsache, sofern sie nicht schon gastronomisch “vorbestraft” sind: Die Freunde schwinden und können an einer Hand abgezählt werden!

Nun, wenn Sie Gastronom sind und Ihr Beruf eine Berufung ist. Wenn in Ihren Augen Feuer brennt und Ihre Hände das Ursprungsland der Dienstleistung sind, dann sind Sie durch und durch richtig in dieser Branche. Wenn Sie sich sagen, dass das was Sie wissen und können auch andere wissen und können dürfen, dann bilden Sie doch aus.

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Kurz nachgedacht: Sterne für die Kochliga!

Und wieder hat es Einer geschaft. Lehre abgeschlossen, durch die Welt gezogen, in vielen Töpfen gerührt und als Küchenchef im eigenen kleinen Restaurant einen Stern erarbeitet. Gratulation!

Doch wie kommt der zu seinem Stern und warum bekommt diesen nicht auch der Partner? Oder spart der Koch am Personal und leitet Küche und Service gleichzeitig? Eine ungleichmäßige Verteilung, so scheint es. Und in der Tat, so viel Ruhm wie ein Sternekoch in kürzester Zeit erwirbt, so viel wird einem Oberkellner der den tollsten Service dazu liefert niemals zuteil. Oder haben Sie schon mal einen Kellner gesehen, der eine TV-Sendung bekommt?

Da geben sich Zacherl, Rach und Oliver (um nur drei zu nennen) die Klinke in die Hand und die Welt schaut Chios Ungarische Paprikachips kauend vom Sofa im Wohnzimmer aus zu. Haben Sie schon mal ein Rezept mitgeschrieben? Ehrlich? So ein Quatsch, das lädt man doch nach der Sendung vom Online-Portal des Senders. Sparen Sie Papier, laden Sie es runter und stellen Sie sich mit dem Laptop im Anschlag an den Herd!

Man schaut sich diese Sendung an, weil der Typ so toll mit dem Messer umgehen kann während er erzählt wie schlecht Kohlenhydrate ernährungsphysiologisch eigentlich sind und hofft insgeheim ein Wenig von der immer humorvollen Unterhaltung behalten zu können. Man möchte sich Ideen holen und dann später selbst kreativ werden, denn kochen kann jeder. Fragt sich nur, obs dann genauso schmeckt wie hinter der Mattscheibe.

Und, Hand auf’s Herz, hat man einmal versucht, das Ich-hab-da-mal-was-vorbereitet-Gericht von der Sendung eben nachzukochen, bleibt einem die Erkenntnis, dass selbstkochen und selbst kreativ werden doch noch viel interessanter ist. Aber wissen Sie jetzt, wie man das richtig isst, oder welcher Wein besser dazu schmecken könnte? Nimmt Ihnen zuhause jemand den Mantel ab, plaziert Sie, zündet Ihnen ein Kerzchen an und fragt Sie ob der Campari Soda mit oder ohne Eis sein darf?

Vielleicht ist das der Grund, warum Köche am Sterne am Kochhimmel sind und ein Restaurantmeister oft als Diener verkannt auf seinen Ruhm wartet. Gibt es Sterne für Rezeptionisten, Zimmermädchen oder Haustechniker? Haben Sie schon einmal gesehen, was ein Hausdiener leistet? Sterne bräuchte man so viele wie Buchstaben in einer Bundeswehrsuppenküche!

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Schizophrene Märtyrer

‘Ich bekomm’ die Tür nicht zu!’ denke ich und setze an zum Gegenschlag. In meinem Kopf sammeln sich Argumente und Worte und bilden einen verbalen Brei unterschiedlicher Zusammenhänge.

Völlig abgeschlagen saß sie mir gegenüber am Arbeitsplatz und starrte angestrengt auf den grünlich schimmernden Monitor vor sich. Ihr ansonsten so gesundes Gesicht wirkte dabei aschfahl und unnatürlich. Eine Strähne hing ihr ins Gesicht und ihr Finger klickte nervös mit der Maus. Langsam aber tief atmend meinte sie plötzlich: “Jetzt habe ich 12 Tage durchgearbeitet und keiner hat es mir gedankt.” Ich schweige. “Ich brauche Urlaub!” fährt sie fort und haut mit voller Wucht bei der letzten Silbe mit dem Zeigefinger auf die Return-Taste. Ich schweige noch immer. “Morgen habe ich frei und werde bei Freunden aushelfen!” – Totenstille.

Mein Kopf fährt herum und mein Blick verrät mich. Auf der einen Seite hätte sie den Urlaub bitter nötig und würde ihn sich sogar selbst geben können. Sie hat schließlich ein gutes Team hinter sich stehen. Zum Anderen verbringt sie ihre freie Zeit damit noch anderen bei ihrer Arbeit unter die Arme zu greifen anstatt sich selbst zu genießen. – In mir kocht es und mein Blick verfinstert sich. Doch Sadist wie ich bin, Antworte ich nur: “Oh, ich hab morgen auch frei und lege mich mit einem Buch an den See. Es soll ja klasse Wetter werden, morgen!”

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