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EGO-Marketing 2.0 – Das Produkt “ich” in der modernen Vermarktung

Jahrelang habe ich es selbst betrieben ohne wirklich genau zu wissen was ich da tue. Habe mir nach jedem Bewerbungsgespräch Gedanken über Ablauf und Ausgang gemacht. Habe reflektiert, überarbeitet und projeziert. Ich habe in den Jahren meines Lebens gelernt, etwas aus mir gemacht, ein Sammelsurium an Wissen und Erfahrungen geschaffen und mich immer wieder neu selbst vermarktet. Das ein oder andere Mal habe ich mich dabei selbst zu billig “verkauft” aber auch aus dieser Erfahrung wichtige Erkenntnisse gewonnen.

Später dann, wollte ich von der sturen und schulstofflastigen Norm weg und stieß an die Grenzen der ach so genormten Akzeptanz und Toleranz. Wie Michael Böhm in seinem Artikel EGO-Marketing – Die Vermarktung des “Produktes” Ich beschreibt ging ich dann dennoch meinen eigenen Weg und stellte fest, dass auch ich – oder vielmehr meine Kenntnisse und Erfahrungen – ein Produkt bin, das vermarktet werden muss. So stellte ich mich meiner eigenen Analyse und stellte alles in Frage um Wert, Funktion und Alleinstellungsmerkmale festzustellen.

Der Knoten platzte als ich meine erste Bewerbungsmappe im Querformat anfertigte. Völlig unkonventionell, dafür aber funktionell und aussagekräftig fasste ich allen Mut und verschickte exakt 13 Bewerbungen als qualitativ hochwertigen Farblaser-Ausdruck mit Spiralbindung. Zeitgleich reichte ich selbige Bewerbungsunterlagen zur Bewertung im Studium ein und erhielt exakt die Kritik, die ich erwartet hatte: “Sie fallen mit Sicherheit auf und bei den letzten Fünf liegen sie damit im Stapel!” Man sprach und so geschah es, dass auf alle verschickten 13 Bewerbungen die Einladung zum Vorstellungsgespräch folgte.

Die letzte Revision meiner Bewerbungsunterlagen zeigte aber schon bald ein Defizit. Sie war einfach nicht mehr zeitgemäß und passte nicht mehr zu mir. Jetzt musste etwas seriöses her. Erneut unterzog ich mich einer strengen Selbstanalyse und stellte fest, dass Vieles ergänzt werden musste und keine meiner Referenzen authentisch wiederspiegeln konnte, was meine Kollegen über mich aussagten. Die Lösung findet man sowohl auf XING, als auch auf LinkedIn und anderen sozialen Netzwerken. Gut gepflegt und mit ausreichend Informationen gefüllt, lassen sich die einzelnen Profile ohne Weiteres als Lebenslauf und Referenzverzeichnis heranziehen.

Für geschäftliche Zwecke empfielt es sich zunächst ein kostenloses Profil auf einer renomierten Plattform wie XING zu erstellen. Die “ich suche” und “ich biete” Felder sind dabei sinnvoll mit Tags zu versehen. Einfacher liest sich ein solches Profil allerdings durch das Hinzufügen eines Fließtextes mit angehängten Tags. Zudem stellt eine ordentlich ausformulierte Beschreibung eine höhere Wertigkeit dar und präsentiert das Profil nicht als statische Ansammlung aus anderen Profilen übernommener Schlagworte.
Die Vervollständigung des Lebenslaufs muss nicht bis zum Kindergarten exerziert werden. Vielmehr ist aussagekräfigter, welche Aufgaben und Verwantwortungen einem in jeder einzelnen Position anheim wurden. Bildet dieser Lebenslauf zusätzlich noch eine erkennbare Tendenz der Weiterentwicklung, so lassen weitere positive Eigenschaften den analogschluss offen!
Selbstverständlich sollten die Kontaktangaben so gut wie möglich ausgefüllt werden. Schließlich ist man für das Produkt “EGO” selbst der beste Ansprechpartner. Ergänzen man das Profil durch die Angabe weiterer Publikationen und Internetpräsenzen, die sowohl die eigene Existenz wie das Werken und Schaffen dokumentieren, bietet man dem Profilbesucher zudem gezielt die Möglichkeit sich noch weiter über “das Produkt” zu informieren.

Es steht bei der Veröffentlichung der eigenen Daten nicht zur Debatte, ob man sich nun im Internet “auszieht”. Vielmehr ist die Frage, was man denn von sich preis geben möchte, denn schließlich könnten es ja ALLE sehen. Vielmehr ist zu überlegen, wie man den Interessenten geschickt auf die eigene Person aufmerksam macht und das Interesse weiter steigert.
Im Übrigen kann man über die Einstellungen die Freigabebereiche jedes Profils anpassen.

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Ernüchterung nach 3 Jahren

Leise schwingt die Türe auf und herein tritt ein junger Mann mit perfekt sitzender Frisur, einem ernsten Gesicht und auf dem Arm eine silberne Platte. Darauf: vier Scheiben Fleisch und eine übersichtliche Anzahl an  Sättigungsbeilagen. Er präsentiert das Gericht seinen Gästen und beginnt die Teller anzurichten. Sein Gesichtsausdruck versteinert sich als er den Gästen die angerichteten Teller serviert. Keine Soße, kein Gemüse und das Fleisch so trocken wie ein Stück Brennholz.

Er kann Nichts dafür, werden die Einen sagen. Richtig! Aber dieser junge Mann hätte beinahe die Prüfung nicht geschafft. Gründe dafür gibt es viele. Angefangen von mangelnden Grundkenntnissen über Anrichteweise und Speisen bis hin zu einer fahrlässigen Nachlässigkeit während der wichtigsten 45 Minuten zu Beginn seines noch jungen Berufslebens. Da bleibt das Bewußtsein darüber, dass sich jetzt und hier die Maloche der letzten drei Jahre auszahlen soll, vollkommen auf der Strecke.

Angebrante Flaschenkörbe, unvollständige oder fehlende Arbeitsmittel, miserables Erscheinungsbild. Die Liste der gewöhnlichen Bagatelle ist lang und doch wird man immer wieder auf’s Neue überrascht. Der Glaube, die No-Go’s würden sich herumsprechen, ist eher ein Hoffnungsschimmer. Und hierfür ist der Ausbilder wie der Auszubildende haftbar zu machen. Schließlich ist es nicht normal mit ungewaschenen Händen Lebensmittel zu verarbeiten, genauso wenig wie ein Pudding etwas auf einem Brett zu suchen hat, auf dem wenige Augenblicke vorher noch ein Fisch zerlegt wurde. Haarsträubend ist noch harmlos betitelt. Ein kulinarisch-fachlicher Horror-Thriller der Superlative eher treffender in der Beschreibung.

Letzten Endes geht es hier um reine Basics. Grundgedanken, -wissen und Normen, die konsequent von Anfang an vermittelt werden müssen. So stellt sich beim Prüfer berechtigt die Frage ein, ob dies im Lehrbetrieb auch so gehandhabt wurde wenn ein zu Boden gefallenes Steak mit einem leichten Streifschuss an der Küchenschürze vorbei zurück in die Pfanne wandert … und das vor den Augen der 3-köpfigen Jury. Da bleiben erstaunte Blicke des Fachpublikums nicht aus und man wünscht sich insgeheim eine bessere Überwachung der betrieblichen Hygieneschulungen.

Ein anderes Phänomen: Drei Jahre Lehrzeit und es passiert jedes Jahr auf’s Neue – Berichtshefte müssen unterschrieben werden. Ja, man hat richtig gelesen und die Ausbilder wissen, dass es sich hierbei oft nicht nur um einzelne Berichte handelt sondern nicht selten um die kompletten Ausbildungsberichte der vergangenen drei Jahre. Mit allen Mitteln versuchen die Ausbilder Herr der Lage zu werden und drohen mit Gehaltsentzug und Urlaubssperre. Und am Ende bleiben diese dann doch wieder aufgrund der eigenen Inkonsequenz auf der Last von hunderten von Unterschriften sitzen. Dabei ist es die Pflicht eines jeden Auszubildenden die Berichte regelmäßig unaufgefordert vorzulegen. Was ist nur los mit den jungen Leuten mag man sich da fragen und vergisst gerne, dass man selbst oft nicht besser war.

Weil ein Auszubildender nach der Gesellenprüfung kein Auszubildender mehr ist und am Arbeitsmarkt nach seinem Platz sucht, hier nochmals zurück zu unserem Prüfling der ersten Zeilen: Er hat die Prüfung bestanden. Nicht weil man Mitleid mit ihm hatte. Nein, vielmehr liegt die Entscheidung in einer der wichtigsten Fragen, die sich ein Prüfer bei der Abgabe seiner Bewertung immer vor Augen halten sollte: Würde ich ihn/sie morgen bei mir einstellen?

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Liebes Tagebuch …

Er stellte eine Tasse unter den Kaffee-Vollautomaten und betätigte irgend einen Knopf. Langsam lief die Milch in die Tasse, tropfte nacht und dem monotonen Mahlwerkgeräusch folgte die Ejakulation eines karamelfarbenen Presskaffees in den Milchschaum. Langsam spulten sich die Gedanken in ihre Bahnen und die Welt rückte aus ihrer Vertiefung in sein Bewusstsein zurück.

Etwas desorientiert und noch mit der Situation hadernd blickte er sich schnell um und ließ beiläufig zwei Zuckerwürfel in den Milchschaum-mit-Presskaffee plumpsen. Wo war die Zeit geblieben und welchen Gedanken ist er eben noch nachgehangen? Fragen, die ihn bohrend forderten. Schließlich war es immerhin eine halbe Stunde Fahrt zur Arbeit und an keinen einzigen Augenblick der Tour konnte er sich im Detail erinnern.

Der letzte Abend war lang, die vergangene Nacht kurz und der Morgen zu Grau. Die Arbeit viel, der Streß stark und die Herausforderungen hoch. Er fühlte sich stark aber geistig matt. Das Ergebnis wochenlanger Ausdauer. Und dennoch … jetzt durfte er nicht nachlassen. Jetzt wo’s so gut lief durfte er die Zügel nicht hängen lassen.

Die nun leere Tasse in seiner Hand schob er nochmals unter den Ausgabekopf des Kaffeevollautomaten und betätigte den Knopf für doppelte Espresso drei Mal. Dieses Volumen fasste die Tasse gerade noch so und er kam wieder auf Touren!

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Konsequent im Web 2.0 – Tipp III

Nicht umsonst heißt es, man würde im Herzen der Menschen weiterleben, wenn man nicht mehr ist. Interessant bleibt nur, wer konsequent im Gespräch bleibt und gerade im Web 2.0 ist diese Konsequenz ein entscheidender Erfolgsfaktor. Optimales Self-Marketing beruht darauf, sich immer wieder erneut in das Gedächtnis seiner Leser zurückzurufen. Doch wie macht man’s richtig ohne die Leserschaft zu langweilen?

TIPP III: Erzeugen Sie Lieblingsleser!

Würden Sie zwangfrei einen Text lesen, der Sie überhaupt nicht interessiert? Nicht wirklich, oder? Um einen ansprechenden Text zu formulieren, mit dem Sie sich selbst identifizieren können, ist es ratsam sich anfangs eines einfachen Hilfsmittels zu bedienen – bauen Sie sich ihren Lieblingsleser. Haben Sie schon einige Artikel gepostet, so werten sie diese einfach durch einen Statistikaufruf aus. Sehen Sie nach welche Artikel am Häufigsten gelesen wurden und machen Sie sich Notizen welcher Art diese Artikel sind. Das lesen Ihre Lieblingsleser.

Nun gestalten Sie sich einen Wunschleser. Das ist Jener, den Sie vielleicht schon mit Ihren Texten bedient haben, es aber nicht genau wissen. (nicht zu verwechseln mit Ihrem Lieblingsleser – den gibt’s schon!) Kurz: Sie überlegen sich einen Leser, den Sie gerne mit Texten verwöhnen möchten. Was wäre das für ein Mensch? Notieren Sie sich auch hier bestimmte Charaktereigenschaften.

Halten Sie sich beim schreiben Ihrer Texte immer die beiden Typen vor Augen und lesen Sie ihre Texte vor der Freigabe mit deren Augen. So sichern Sie sich eine immer gleichbleibende Qualität an Texten und mit der Zeit fällt Ihnen das Bloggen nicht mehr schwer.

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Informations-Boom – Forum vs. Blog

Gestern noch hat man sich von den Großeltern noch eine Brockhausreihe schenken lassen und einen Augenblick später wurde Wikipedia aus der Taufe geholt. Der Trend ist unumstritten: mit dem Fortschritt der Technik hat sich die Menschheit zur Informationsgesellschaft hinentwickelt. Dabei heißt es nicht, dass unbedingt viel gewußt werden muss. Es reicht vollkommen zu wissen wie und wie schnell man an die Informationen gelangt, die man zum Erfolg benötigt. Und dabei steht schon alles im Internet bevor es noch richtig realisiert ist.

In Sachen der Informationsbeschaffung ist ein zunehmender Trend zu beobachten – der Konsument kauft nicht mehr Blauäugig. Wo früher noch das gute Wort und die Empfehlung des Nachbars oder Freundes zum Kauf bewegte hilft heute die Community im Internet der Wirtschaft auf die Sprünge. Dabei ist das Verhaltensmuster in nahezu allen Fällen gleich: Zunächst informiert sich der Konsument über verschiedene Plattformen und Suchmaschinen über das Produkt der Begierde umanschließend zum günstigsten Preis das beste Produkt zu erwerben. Dabei spielt oft die Marke schon keine Rolle mehr. Vielmehr ist hier ausschlaggebend, welches Urteil andere Konsumenten zu diesem Produkt veröffentlichten (vgl. HolidayCheck, Amazon, u.v.m).

Nun geht man falsch in der Annahme, der Prozess wäre an dieser Stelle beendet. Die Interaktion des Konsumenten nimmt nun erst seinen Lauf. Zusätzliche Produktinformationen werden gesucht und abgerufen, den Hersteller auf seiner Internetpräsenz besucht und in Foren Auffälligkeiten des Produktes diskutiert. So finden sich zahlreiche und qualifizierte Ratschläger nicht mehr in Bedienungs- und Installationsanleitungen wieder sondern aktuell und mehrfach erprobt in verschiedenen Foren und Blogs. Doch wo ist nun der Unterschied?

Betrachtet man Blogs und Foren, so ist nicht nur die Infrastruktur der Autoren eine andere, auch Übersichtlichkeit und Informationsdichte unterscheiden sich im Detail. Während im Forum jeder versierte Community-Teilnehmer seinen Erfahrungsschatz preisgeben kann, besticht der Blog meist durch Professionalität und Spezialisierung.
Durch die oft noch jungen Forenschreiber (CommuniTeens) wird also eine hohe Bandbreite an Möglichkeiten und Erfahrungsberichte zu einem bestimmten Thema abgedeckt. Dabei leiden oft Sachlichkeit und Übersicht der Foren. Themen werden mehrmals aufgegriffen, Angaben sind nicht präzise und das Vertrauen in das zu erwartende Ergebnis ist vergleichbar mit einem Help-Yourself-Black-Jack. Dennoch, die Fülle an eventuell nicht benötigten Zusatzinformationen die ein Forum bietet ist unvergleichlich hoch.
Dagegen schreiben im Blog ausschließlich Autoren deren Wissen um die Sache um ein vielfaches Höher ist. So ist sicher, dass sich hinter erfolgreichen auch erfolgreiche Spezialisten tätig sind. Hier treten zu genau segmentierten Themengebieten die entsprechenden Expertenbeiträge auf, meist sogar mit Kommentarfunktion. Auch wenn ein Blog aufgrund seiner meist beschränkten Anzahl an Autoren in keinem Fall die Fülle an Informationen enthalten im Vergleich zum Forum, so ist ihm dennoch die Verhältnismäßig hohe Informationsdichte im Vergleich zu Gliederung und Übersichtlichkeit mit einem dicken Plus anzurechnen.

Im Übrigen: Webseiten werden heutzutage oft auf einem Blog-Prinzip aufgebaut um die sterilen und eingleisigen Seiten des Web 1.0 abzulösen. Solange Seiten leben und sich verändern, bleiben sie interessant.

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Konsequent im Web 2.0 – Tipp II

Nicht umsonst heißt es, man würde im Herzen der Menschen weiterleben, wenn man nicht mehr ist. Interessant bleibt nur, wer konsequent im Gespräch bleibt und gerade im Web 2.0 ist diese Konsequenz ein entscheidender Erfolgsfaktor. Optimales Self-Marketing beruht darauf, sich immer wieder erneut in das Gedächtnis seiner Leser zurückzurufen. Doch wie macht man’s richtig ohne die Leserschaft zu langweilen?

TIPP II: Vermitteln Sie Emotionen!

Trockene Texte vermitteln nicht nur Langeweile, sie sind das Todesurteil für Ihren Blog. Schreiben Sie mit Gefühl und Persönlichkeit. Lassen Sie den Leser wissen, dass Sie auch nur ein Mensch sind und vor allem was Sie fühlen und empfinden.

Verwechseln Sie nicht, dass private Gefühle in einem Blog nichts verloren haben, in einem Businessblog sind diese Emotionen dafür um so ansprechender für den Leser. Auch hier gilt wieder: Erfüllen Sie nicht Erwartungen, übertreffen Sie sie! Wie Sie das optimal einsetzen lässt sich anhand eines einfachen Beispieles erläutern. Beschreiben Sie mit Adjektiven wie etwas ist, aber schweifen Sie nicht ab. Gehen Sie eine Ebene tiefer, aber verzetteln Sie sich nicht. Erzählen Sie eine Geschichte, aber machen Sie keinen Roman daraus. UND: Bringen Sie zum Schluss vielleicht sogar noch eine Pointe.

Übrigens: Je unterhaltsamer eine Story ist, umso öfter wird sie gelesen oder sogar verlinkt.

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Konsequent im Web 2.0 – Tipp I

Nicht umsonst heißt es, man würde im Herzen der Menschen weiterleben, wenn man nicht mehr ist. Interessant bleibt nur, wer konsequent im Gespräch bleibt und gerade im Web 2.0 ist diese Konsequenz ein entscheidender Erfolgsfaktor. Optimales Self-Marketing beruht darauf, sich immer wieder erneut in das Gedächtnis seiner Leser zurückzurufen. Doch wie macht man’s richtig ohne die Leserschaft zu langweilen?

TIPP I: Schreiben Sie sich einen Redaktionsplan

Wenn Sie sich Ihren Blog mit mehreren Autoren teilen (Beispiel) macht es Sinn Themen und Aktuelles untereinander aufzuteilen und abzusprechen. Diese Aufteilung ermöglicht es Ihnen, die Bloggs untereinander immer wieder zu verlinken, da zwangsläufig immer wieder verwandte Themen behandelt werden. Außerdem fächern Sie die Stil- und Informationsbandbreite für ein großes Publikum, schließlich schreibt nicht jeder Autor wie der andere.

Verfassen Sie den Redaktionsplan tabelarisch und planen Sie ungefähr einen Monat im Voraus. Sinn macht es Sie setzen sich mit Ihren Autoren zusammen und machen ein monatliches Brainstorming beim leckeren Abendessen. Vergeben Sie Fachgebiete an Autoren, die sich mit diesen auskennen und beschäftigen. Und vor allem: vereinbaren Sie wer wessen Artikel zur Korrektur liest und setzen Sie Deadlines zur Abgabe von Blogbeiträgen.

Übrigens: Es kommt nicht darauf an, ob jeden Tag ein neuer Blog geschrieben wird. Wichtiger ist der Inhalt der einzelnen Beiträge. Fragen Sie sich selbst, was Sie interessieren würde.

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Liebes Tagebuch …

Es stank nach Hund – nach nassem Hund! Da stand einer mit einem grünen Janker, einer kurzen Frisur, unrasiert und schelmisch grinsend in einer undefinierbaren Nähe zum Eingang. Einem Hereinkommenden blieb die Wahl draußen zu bleiben oder sich um das riechende “Keine-Angst-der-tut-nix”-Ungeheuer herum zu schleichen und beides waren keine willkommene Optionen. Das stylish-ungepflegtes Herrchen mit dem Wohlstandsbauch stand am Stehtisch und blickte unruhig umher.

Wie jeden morgen kam er kurz vor Neun zum Dienst – heute etwas früher. Ihm war die Erscheinung im Restaurant etwas suspekt – der Würmli-Effekt war nicht possitiv – und dennoch grüßte er höflich. Im Büro vibrierte die Stimmung. Die Kollegin leicht nervös zischte in den Hörer und versuchte ihrem Gegenüber verständlich zu machen, dass der Gast nicht lange auf die Fertigstellung des Zimmers warten wolle. Sie knallte den Hörer auf das Telefon und schaute ihn an. “Wir haben einen Walk-In und das Zimmer ist noch nicht soweit!” Kurze Zeit später stand der Neuankömmling zum wiederholten Male an der Rezeption und meinte dann schroff: “I wui etzat ins Zimmr! S’isch mir Wurscht wias ausschaugt!” – Das Zimmer in der Anwesenheit des Gastes putzend, beeilten sich die Zimmermädchen schnell fertig zu werden.

Er saß an der Rezeption, da schlurfte mit schleppendem Schritt in Badelatschen und einem sehr knappen Bademantel der Neuankömmling durch die Lobby und baute sich vor der Rezeption auf. In nahezu perfektem Hochdeutsch artikulierte er: “Ich habe ein Problem. Der Hund ist über den Balkon ins Nachbarzimmer und hat da hingesch…” – Die Gehörgänge des Rezeptionisten verengten sich; mehr wollte er nicht hören! Langsam schlichen sich durch eine lebhafte Phantasie beflügelt Bilder vor sein inneres Auge. Ein herzliches aber nicht ehrlich gemeintes Lächeln huschte auf sein Gesicht und mit einem kontollierten und gefassten Gesichtsausdruck bedeutete er seinem Gegenüber mit wenigen Worten, dass diese Herausforderung rasch beseitigt sei.

Der gastgeberische Sinn des Rezeptionisten wurde um ein Weiteres auf eine harte Probe gestellt. Im Laufe der kommenden Tage unterhielt der etwas sonderbare Gast beim Abendessen stets den gesamten Speisesaal mit schlechten Witzen und erzeugte nebenbei Mißmut bei den anderen Gästen. Sein vierbeiniger Freund mit dem K9-Power-Hundegeschirr inklusive Aufdruck “Der tut nix” attakierte den Yorkshire Terrier anderer Hundebesitzer und zum guten Schluss kaufte er auf die Zimmerrechnung den halben Hotel-Shop leer. Letzteres betrachtete man erfreut und besorgt, so konnte es sich bei der Menge an Einkäufen auch um einen Einmietbetrüger handeln. Am Tag der Abreise bezahlte der Sonderling seine Rechnung bar und anstandslos.

Man kann so viel Menschenkenntnis besitzen wie man möchte, letztenendes kann man immer noch überrascht werden!

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Liebes Tagebuch …

“… wenn ihr das nicht begreift, dann endet ihr irgendwann als Müllmann oder Pizzabäcker!” schallten die Worte des Mathematiklehrers durchs Klassenzimmer und fräßten sich in die Windungen seiner Gehirngänge. Mit dieser neurologisch-traumatischen Audio-Prophezeihung verlies er die Schule in der Hoffnung und mit dem Willen nicht als eine fladenteigschwingende helblonde Italienerkopie oder modisch uninteressant in einer orangfarbenen Latzhose zu enden.

Fast zehn Jahre später, er hatte es mittlerweile vom Tellerwäscher zum Assistenten der Geschäftsleitung gebracht, öffnete sich eines schönen Tages die Eingangstüre und herein trat eine gesetzte Gestallt. Kurze Treckinghose, Wadenstrümpfe – vermutlich selbstgestrickt und zu Weihnachten geschenkt -, Brille mit Sonnenbrillenclip und feinkarriertes Hemd. Die Ärmchen in die Seite gestemmt und breit grinsend schaute sich der fernglasbehängte Besucher um und meinte trocken: “Hoi, … sehr schön eingerichtet haben Sie es hier!”

Dem jungen Hotelier krachte das Herz wie eine Abrissbirne nach unten und suchte sich Raum in der Lendengegend. Wild pochend verbreitete sich im unteren Segment des Torsos ein Gefühl von Sättigung und einem verschluckten Schaf mit Mundgeruch und doch riss er sich zusammen. Er kannte diese Person und wie vor einer Schalttafel mit abermillionen Knöpfen sitzend probierte sein Verstand mit allen Armen und Fingern aus, welcher dieser Hebelchen und Schalter zu bewegen wäre um dem Gesicht den richtigen Namen zuzuordnen. Und wie ein Donnergrollen schallten die Worte in sein Ohr: “Junger Mann, kann ich bitte ein Prospekt von Ihrem Haus haben?” – KLICK! Da war der Knopf!

In Sekundenbruchteilen schoss die Farbe zurück in die Hautpartie zwischen Haaransatz und Kinn, die Mundwinkel zogen sich zu einem breiten aber freundlichen Grinsen in die Höhe und als hätte er nie über den Namen seines Gegenüber nachgedacht reichte er die eben gewünschten Unterlagen mit den Worten über die Rezeption: “Natürlich habe ich ein Hausprospekt für Sie, Herr Schlürer!” – Dem Gegenüber war das plötzliche Auftreten einer geistigen Bildstörung anzusehen und dennoch fasste er sich schnell: “Ich hatte Sie früher in Mathematik, nicht? Und Sie hatten damit kein Glück bei mir, oder?” – Der Rezeptionist nickte freundlich lächelnd und antwortete: “Nein, aber zum Pizzabäcker habe ich es auch nicht geschafft!”

Verstohlen lächelnd wand sich der GreyHopper nach ein paar weiteren Worten der Wiedersehensfreude dem Ausgang zu und verließ das Haus. Ganz nebenbei meinte seine Frau: “Mit Dir kann man nirgends hingehen. Ständig und überall kennt Dich jemand!”

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Liebes Tagebuch …

Was wäre wenn …? Diese Frage läßt ihn, so sehr er seine Hirnwindungen auch den Himmelsrichtungen nach auszurichten versucht, immer wieder bei einer weiteren Frage enden. Mathematisch betrachtet und abstrakt wie abstrus um die Ecke gedacht würde sich das Problem – also X – zwar auflösen, dafür würde eine weitere Unbekannte – nämlich Y – seinen Platz einnehmen. Er wäre folglich nicht weiter und genau diese Erkenntnis schien Ihm auch die Erklärung zu sein, warum man mit “Was wäre wenn…” genauso weit kommt wie mit einem Eisbrecher in der Wüste.

Doch, dem Gedanken die Ehrerbietung zu beweißen verbrachte er eine geraume Zeit damit und fragte sich ob es verwerflich wäre, wenn er zwischen betrieblichen Interessen und sozial-kollegialen Gesichtspunkten entscheiden müsste, sich für das betriebliche zu entscheiden. Jede Gelegenheit die sich ihm bot nutzte er um Für und Wider gegeneinander abzuwägen.

Es ist letzlich das betriebliche Interesse, das einen davor bewahrt auf einer emotionalen Ebene zu entscheiden und mit diesem Beschluss baden zu gehen. Letztendlich ist es auch so, dass das betriebliche Interesse von längerer Dauer und damit auch für sein eigenes Interesse steht.

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